Radtour in Bordeaux
Nein, es handelt sich nicht um die "Tour de France"
der Sportradler,
die ab morgen hier zwei Tage lang durch die Stadt sausen.
Zwei Tage lang?! Sind die aber lahm!
Das schaffe ich doch locker in einer dreiviertel Stunde!
Nee, nee, hier geht es um meine tägliche Radtour zum See.
Ersteinmal die olle Karte 'rausklamüsern,
damit man den Norden nicht aus dem Blick verliert,
welcher hier nämlich im Süden liegt,
weil ich die Karte verkehrt 'rum halte.
So habe ich das Gefühl ständig nach unten zu radeln,
was höchst motivierend ist.
So, und jetzt immer schön der grünen Linie nach...

Vorsicht, Kopf einziehen!
Hier geht es unter der Petersbrücke her.

Immer an der Garonne lang, bis mindestens zum Horizont.
Es summt mir in den Ohren:
"Meine Mutta
schmiert die Butta
immer anne Wand lang..."
Aber eigentlich geht das Lied so (ohne Butter)

Naja, einige haben wohl schon am "Wasserspiegel" schlapp gemacht.
Da kann man sich zwar die Füsse abkühlen,
aber zum Schwimmen ist die chlorhaltige Pfütze
mit Nebeleffekt nicht gedacht.
Also, weiter geht's.
Unweit der "Drei Grazien"...
... kann man die "Drei tierischen Grazien" bewundern.


Irgendwie scheint sich die Sache in die Länge zu ziehen.
Jetzt bin ich schon seit zehn Minuten unterwegs
und der Horizont ist immernoch genauso weit weg wie vorher.
Gestatten?
Madame Gauleronne...
Wir sind doch hier nicht in Afrika,

Denn nach diesem ollen Kutter...

kommt das graue Gebäude, hinter dem wir links abbiegen.
Hmmm, irgendwie unpraktisch, die vielen Treppen.
Eine einzige mit Terrasse hätte doch dicke ausgereicht...

Ein neuer Horizont tut sich auf:
bis zum Boulevard.

Dann kommt die "Allée Boutaut" bis zum Schluss.

Der Radweg ist hier weniger gut ausgebaut,
aber dafür gibt es Schatten;
und das beste ist...

WIR SIND ENDLICH ANGELANGT!!!

Jetzt noch schnell die Hängematte befestigen...
und wir sind in der ersten Loge,
mit Blick auf den See!
Obwohl, meine Hauptaussischt ist wohl eher diese:
für ein viertel Stündchen
die Augen zu.